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Eine Tour durch Oelsnitz – von Sven Dietrich

Fotos: Sven Dietrich, Claudia Curth

Link zur Karte ist beigefügt. Einige Fotos werden noch ergänzt.

Ausgangspunkt unserer Tour ist der Markplatz (1).

Auf dem Marktplatz befindet sich der Rudolphbrunnen und die Persil-Uhr und freitags ist Wochenmarkt. Gegenüber ist das Rathaus mit dem Ristorante DaNino im ehem. Ratskeller.

Mit Blickrichtung zum Rathaus (5) ist rechter Hand die Graue Schule (2). Hier ist der Bürgerservice und die Ausstellung SaxoSport untergebracht.

Direkt dahinter, die Rudolph-Breitscheid-Straße entlang, kommen wir an der Roten Schule (3) vorbei zum Viadukt (4). In der Roten Schule befindet sich eine Kita und die Stadtbibiothek.

Weiter geht es über die Holzbrücke zwischen Roter Schule und Viadukt, die über den Hegebach führt, auf die Obere Hauptstraße. Schaut man sich das letzte Stück des Viaduktes an, kann man noch einen der ursprünglichen fünf Bögen erkennen, die um 1926 und in den 50er Jahren ausbetoniert wurden. Mit etwas Glück fährt die CityBahn auf dem Viadukt.

Nun gehen wir die Obere Hauptstraße wieder stadteinwärts und laufen Richtung Rathaus. Am Rathaus angekommen biegen wir rechts in die Albert-Funk-Schacht-Straße ab. Zwischen Rathaus und Sparkasse befindet sich eine Sitzgruppe (6), in deren Mitte eine Säule mit einem Relief steht. Diese zeigt einen groben Stadtplan mit den Standorten der verschiedenen Schachtanlagen.

Weiter geht es die Albert-Funk-Schacht-Straße entlang, rechts über den Parkplatz und vor der Brücke nach links auf die Stationstraße.

Nach ca. 100m kommen wir an einer Halfpipe (7) vorbei, wir wir uns links halten und zum Gelände der ehem. Freilichtbühne (8) gelangen. Es handelt sich hierbei um einen gepflasterten Platz, wo man z. B. seine ersten Versuche mit dem Fahrrad machen kann.

Früher gab es an dieser Stelle eine Bühne mit Leinwand und einen Vorführraum für’s Freilichtkino.

Im Anschluss folgt der nördliche Stadtpark (9), der sich auf der Rückseite der Stadthalle (10) befindet und in dem verschiedene Skulpturen zum entdecken einladen, die teilweise auch Musikinstrumente sind. Am Parkrand an der Inneren Neuwieser Straße befindet sich ein Schwibbbogen (11).

Hier geht weiter die Innere Neuwieser Straße bergab an der Stadthalle vorbei bis zur Unteren Hauptstraße. An diese Kreuzung ist ein Spielplatz (13) zu finden, der zu Füßen des ehem. Rittergutes (12) liegt. Der Spielplatz setzt sich aus einer Burg, einem Klettergerüst, zwei Schaukeln und diversen Bänken zusammen.

Die genaue Entstehungszeit des Rittergutes ist unbekannt, jedoch gibt es aus dem Jahre 1212 eine Erwähnungen eines Ritter Rembertus de Oelsnitz in einer markgräfliche Urkunde.

Direkt gegenüber befindet die sogenannte Funkenkutsche (14). Dabei handelt es sich um ein Modell der Straßenbahn, die von Oelsnitz über Gersdorf nach Hohenstein-Ernstthal führte.

Wir folgen der Untere Hauptstraße weiter, bis wir in Höhe von Jannys Eis an einer weiteren Sitzgruppe (15) vorbeikommen. An dieser Stelle ist der Hegebach sichtbar und im Geländer sind unterschiedliche Motive zu entdecken.

Von hier gehen wir rund 50m weiter zur Kreuzung Geschwister-Scholl-Straße, an der wir rechts und nach ca. 30m gleich wieder links in die Mittelgasse (16) abbiegen. Auf dieser Straße befindet sich eine Reihe historischer Fachwerkhäuser.

Am Ende der Mittelgasse geht es nach links auf die Alte Staatsstraße wieder in Richtung Untere Hauptstraße.

An dieser Kreuzung angekommen, befindet sich rechter Hand die nächste Sitzgruppe, zusammen mit dem Raum-Zeit-Diagramm (17) und der Schachtziege (18). Folgt man der Spitze des Diagramms auf die andere Straßenseite steht man direkt vor der Blumenuhr (19).

Von hier geht es zur Ampelkreuzung Bahnhofstraße, wo wir die Straße überqueren und weiter bergauf bis zur Kreuzung August-Bebel-Straße folgen.

Hier stehen wir direkt vor dem ehem. Postamt (20). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Stadtcafé (21) und direkt dahinter das ehem. Kaufhaus Schocken (22), welches am 21. Oktober 1904 als erstes Kaufhaus der Brüder Salman und Simon Schocken eröffnet wurde. 1929 erfolgte die Errichtung des Erweiterungsbaues durch den Architekten Bernhard Sturtzkopf im Bauhaus-Stil.

Weiter geht es die August-Bebel-Straße entlang bis zur Kreuzung Friedensschachtstraße. Hier befindet sich ein Spielplatz (23), des Gestaltung das Thema Bergbau aufgreift. Im Anschluss ist die katholische Kirchgemeinde „St. Barbara“ (24) und gegenüber die Bäckerei Schönfelder, in deren Garten an der Friedensschachtstraße eine Gartenbahn fährt.

Zwischen Spielplatz und Kirche befindet sich ein Weg mit anschließender Treppe. Alternativ kann man auch die Windbergstraße nutzen.

Unten angekommen gehen wir weiternach links die Untere Hauptstraße entlang. Nach ca. 250m kommen wir an einem Spielplatz (25) für Kleinkinder vorbei. Dieser besteht auch ein paar Bänken und verschiedenen Tierfiguren, wie Fuchs und Maulwurf.

Wir gehen weiter die Untere Hauptstraße entlang, bis die Kreuzung Concordiastraße erreicht wird. Zwischen dem Wohnhaus und der Konditorei und Backerei Epperlein befindet sich die Straße Herrenmühle, deren Verlauf dem Gleisverlauf der damaligen Straßenbahn in Richtung Gersdorf entspricht. Der Herrenmühle folgend kommen wir nach ca. 110m an der ehem. Wagenhalle (26) vorbei und am Ende auf die Concordiastraße, an der wir links abbiegen.

Nach ca. 400m erreichen wir den Concordiaplatz. An dieser Stelle befanden sich einst die Concordiaschächte I und II. Der Förderturm des Schachtes II (27) ist heute noch zu sehen und wurde als Wohnhaus umgebaut.

Es geht weiter auf der Concordiastraße bis zur Kreuzung Badstraße. Hier geht es nach links auf die Badstraße, entlang am Gelände des des BSZ „Erdmann Kircheis“ vorbei in Richtung Brücke. Nach ca. 180m überquert man den Äquator (28).

Die Brücke (29) selbst ist noch ein Zeuge des Bergbaus, denn ursprünglich verlief auf der Badstraße ein Gleis für den Transport von Kohle von der Kaisergrube in Gersdorf und den Concordia-Schächten zum Bahnhof.

Vom Äquator geht es weiter die Badstraße entlang unter der Brücke hindurch und die Hedwigschachtstraße bergab vorbei an der KGV Friedenschacht e.V., wo man von Äquatorsteiger Karli begrüßt wird.

An der Kreuzung Franz-Schubert-Straße biegen wir rechts und danach nach links in die Gabelsberger Straße ab. Nach gut 50m befindet sich auf der rechten Seite ein Spielplatz, der das Thema Bienen und Waben aufgreift.

Weiter geht es die Gabelsberger Straße entlang bis sie nach links abbiegt. Hier geht nach rechts auf den Weg zwischen den Häusern, anschließend nach links dem Weg folgend und rechts die Treppe hinauf zum Bürger- und Familienpark (32).

An dieser Stelle wünschen wir viel Spaß beim Entdecken des Parks, auf den wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Unsere Tour geht weiter am Zugang, der sich gegenüber vom Heinzigteich befindet (33). Mit Blick zu den Teichen gehen wir nach links die Straße Hinterm Hedwigschacht entlang in Richtung Hohndorf. Dem Weg folgend kommen wir an den Überresten der Schachtanlagen Ida-Schacht und Helene-Schacht vorbei.

Am Ende des Weges an der Wegkreuzung geht es nach links unter den zwei Brücken hindurch bis zur Hinweistafel zum Steinkohlemahlwerk. Hier gehen wir nach links auf dem Weg, der vor der Tafel befindet. Der Weg endet auf einem Parkplatz. An dieser Stelle stand das Steinkohlemahlwerk (34).

Weiter geht geradeaus über den Parkplatz, am Lokschuppen (35) vorbei zum Parkplatz des Bürgerparks, vor dem wir rechts abbiegen und der Bahnhofstraße folgen.

Kurz nach dem Ortseingangsschild Hohndorf überqueren wir die Bahnhofstraße und folgen der Puschmannstraße bergauf. Am Ende der Straße geht es nach links auf die Alte Oelsnitzer Straße. Nach rund 200m erreichen wir die nächste Sitzgruppe (36). Diese besteht aus zwei Bänken, die das Wappen von Oelsnitz bzw. Hohndorf tragen.

Direkt hinter den Bänken befindet sich die Straße An der Zechenbahn. Diese entspricht dem Verlauf des Gleises von den Vereinigtfeld-Schächten (Rudolph-Breitscheid-Schächte) zum Oelsnitzer Bahnhof. Der weitere Verlauf zum Oelsnitzer Bahnhof ist auch heute noch gut erhalten.

Der Weg beginnt auf der gegenüberliegenden Seite der Hohndorfer Straße. Der Feldweg endet kurz vor der Bahnhofstraße in Höhe des Eingangs zum Bürgerpark. An dieser Stelle gab es eine Brücke über die Bahnhofstraße zum Bahnhof hinüber.

Wir folgen der Straße An der Zechenbahn bis zur Kreuzung Fleischerberg und biegen links ab. Der Straße bergauf folgend kommen wir am Landhotel Walderholung (37) vorbei zu einer Gartenanlage, nach der wir links abbiegen und dem Waldweg folgen.

Nach gut 630m erreichen wir die am Fuße der Deutschlandschachthalde gelegene Emanuel-v.-Seidel-Villa (38).

Wir folgen der Deutschlandschachtstraße weiter bergab, an der Fechthalle vorbei und erreichen nach 270m die ehem. Maschinenhalle (39) des Deutschlandschachtes.

Zwischen Fechthalle und Maschinenhalle befindet sich der Aufgang zur Halde. Wir folgen zunächst dem asphaltierten Weg bis wir eine Schutzhütte erreichen.

Kurz vor der Schutzhütte befindet sich linker Hand ein schmaler Weg, an dem links und rechts „besondere Bäumen“ stehen. Dabei handelt es sich um Stämme, deren Wurzel in den Himmel ragt. Diese symbolisieren, wie der Bergbau die Umwelt auf den Kopf gestellt und alles von unten nach oben geholt hat.

Wir folgen dem schmalen Weg, der an einer Brücke endet, gehen rechts die Treppe hoch und überqueren die Brücke zum Aussichtspunkt (40). Von hier aus geht es wieder über die Brücke und weiter gerade aus in Richtung Aussichtsturm. An der Weggabelung halten wir uns rechts und laufen direkt auf den Turm zu. Am Turm angekommen befindet sich rechter Hand das Wunderhorn (41). Darin befindet sich ein Stuhl, der durch die Erdwärme der Halde beheizt wird.

Einen guten Überblick über Oelsnitz erhält man von der obersten Plattform des Glückauf-Turms (42). Bei guter Sicht kann man von hier u. a. die Augustusburg, das Völkerschlachtdenkmal oder den Fichtelberg sehen. Ein Aufstieg bei Dämmerung an einem schönen Sommertag lohnt sich ebenfalls, denn man kann einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben.

Auf der Deutschlandschachthalde wurde ebenfalls erforscht, welche Pflanzen man auf solchen Abraumhalden ansiedeln kann. Im Rahmen dieses Projekts wurde auch Kakteen angeplanzt. Zu diesen gelangt man, wenn man den Weg hinter dem Turm nach links läuft. Auf dieser Seite der Halde kann man auch noch erkennen, wie aktiv sie noch ist. Es gibt diverse Stellen, wo es aus dem Boden dampft. Zudem herrscht ein leichter Schwefelgeruch.

Zum Abstieg von der Halde nutzen wir den Weg, der sich rechts von den Kakteen befindet. An der Wegkreuzung halten wir uns links und laufen weiter bergab, bis wir die Schutzhütte erreichen. Von hier aus geht es auf dem Hauptweg nach links in Richtung Zentrum.

Nach rund 300m erreichen wir den ersten Teil des Bewegungs-Parcours, der sich am Fuße der Halde auf der linken Seite befindet. Ca. 100m weiter stadteinwärts befindet sich der zweite Teil. Der Parcours besteht aus verschiedenen Geräten, mit denen man unterschiedliche Übungen durchführen kann. Diese sind als Hinweisschilder an den Geräten angebracht.

Vom zweiten Teil des Parcours erreichen wir nach gut 180m den Oelsnitzer Friedhof. Direkt am oberen Eingang befindet sich eine Hinweisschild zur Schlagwetterexplosion im Friedensschacht am 24.01.1921, bei der 54 Todesopfer zu beklagen waren, deren Namen auf diesem Schild zu finden sind. Die Gedenktafel (47) selbst befindet sich im Friedhof selbst etwas unterhalb der Kapelle. Bis 1971 stand an dieser Stelle ein Denkmal. Wenn man den Friedhof am oberen Eingang betritt so befindet sich gleich links eine Wasserentnahmestelle mit eine schönen alten Handpumpe (46).

Unmittelbar am unteren Eingang befindet sich die Auferstehergruppe. Sie zeigt Jesus und die kniende Maria Magdalena, wurde vom pensionierten Oelsnitzer Pfarrer Gottwald Freiherr von Teubern gestiftet und 1927 vom Oelsnitzer Bauunternehmer Bley gefertigt und aufgestellt.

Direkt unter dem Friedhof befindet sich eine Brücke, die über die Bahngleise führt. Blickt man nach rechts, so kann man die Krone des Oelsnitzer Viadukts sehen.

Unmittelbar nach der Brücke befindet sich auf der rechten Seite das Gelände, auf dem sich des ehem. Oelsnitzer Hospital befand. Nach der Wende wurde es zum Seniorenheim umfunktioniert und später abgerissen, nach dem die Senioren in ihr neues Domizil an der Deutschlandschachtstraße umgezogen sind.

Im Anschluss folgt die Christuskirche (50). Auf dem heutigen Parkplatz hinter der Kirche befand sich bis 1949 ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen im ersten Weltkrieg.

Am Ende der Friedhofstraße geht es nach rechts auf den Kirchplatz und folgen diesem wieder bis zu unserem Ausgangspunkt.

Tipp:

Läuft mann die Innere Neuwieser Straße stadtauswärts, so kommt man an deren Ende zum Zeitstrudel. Diese Skulptur zeigt, wie stark sich das Gebiebt durch den Bergbau gesenkt hat.

Hier geht es zur Karte:

Eine Tour durch Oelsnitz

 

 

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